Positive Fragen

Mache es Dir zur Gewohnheit, täglich einige der folgenden Fragen zu beantworten. Es könnte sich positiv auf Deine Realitätsgestaltung und -wahrnehmung auswirken.

  • Was wertschätze ich gerade?
  • Wofür bin ich dankbar in meinem Leben?
  • Worüber bin ich momentan glücklich?
  • Worüber könnte ich glücklich sein?
  • Worauf bin ich stolz in meinem Leben?
  • Worüber bin ich begeistert in meinem Leben?
  • Wie kannn ich das Ziel erreichen und dabei Spaß haben?
  • Wenn ich heute nur eine Sache erledigen werde, welche würde mir das Gefühl geben, einen großen Schritt nach vorne gekommen zu sein?
  • Was werde ich tun, damit es so wird, wie ich es will?
  • Was werde ich heute tun, um meinem Lebenstraum ein Stück näher zu kommen?
  • Wie kann ich mir etwas Gutes tun?
  • Wem könnte ich heute eine Freude machen?

Ankommen

Ankommen – Zu Hause und bei Dir selbst

Du bist mehrere Wochen in einer psychosomatischen Klinik gewesen, sei es Wolfsried, Obersdorf oder Grönenbach und kommst wieder dort an, wo Du vor Wochen gestartet bist.

  • Kann das gut gehen?
  • Was braucht es, damit Du die Veränderungen der letzten Wochen auch zu Hause integrieren kannst?
  • Wie kannst Du die Erfahrungen in den Alltag übertragen?
  • Was willst Du beibehalten und was möchtest Du loslassen?

 

Ich bin im Sommer 2011 für 8 Wochen in Wolfsried gewesen und das hat mein Leben verändert. Damit diese Erfahrung nicht wirkungslos verpuffte, habe ich bevor es losging, all meine Habseligkeiten bei Freunden untergestellt, meine Wohnung gekündigt, meine Jobs aufgegeben. Das hat mir einen großen Grad an Freiheit und Unabhängigkeit gegeben und mir für die Zeit danach alle Möglichkeiten gegeben, neu anzufangen. Der Einschnitt muss nicht so radikal sein, doch was es bestimmt braucht, ist eine Änderung der inneren Haltung und des Bewusstseins des eigenen Weges.

Sich selbst bemuttern und bevatern

Für mich hat nach der Klinik einiges gefehlt, was es mir leichter gemacht hätte, wieder im Leben Fuß zu fassen. Ich musste es mir selbst geben, mir selbst Vater und Mutter sein und mir mein Leben neu kreieren. Es hat Geduld und Zeit gebraucht, die für mich passenden Verhältnisse zu finden bzw. zu erschaffen. Und dieser Prozess hört nie auf. Weiterhin schaue ich, was passt für mein Leben und was lasse ich los.

Zuerst war ich gar nicht in der Lage zu arbeiten und mich selbst zu finanzieren. Ich habe bei Freunden gewohnt und mich dort eingebracht und mir selbst eine Struktur gegeben. Regelmäßige Mahlzeiten waren wichtig, Meditation und Frühsport und Begegnungen mit anderen. Doch der Übergang zum Arbeiten ist mir erstmal nicht geglückt. Das hat fast ein Jahr gebraucht und war zuerst ein Job als Fahrradkurier in Bremen, der mir die nötige Unabhängigkeit ermöglichte. Daraus ergaben sich dann nach und nach die weiteren Schritte.

Ich habe für mich entschieden, wie ich leben will.

Mit welchen Menschen will ich mich umgeben?

Wie will ich wohnen und wo will ich leben?

  • Wie ist es bei Dir?
  • Wie willst Du leben?
  • Was ist Dir wichtig?
  • Was braucht es unbedingt für ein glückliches Leben?
  • Was wäre gut wegzulassen?
  • Wer kann Dich dabei unterstützen?

Zeitfreiheit

Alles fing damit an, dass ich es soweit gebracht hatte, fast rund um die Uhr (außer den Schlafenszeiten) zu arbeiten und sich einfach keine Zufriedenheit geschweige denn finanzieller Wohlstand einstellte. Bis ich emotional und seelisch zusammenbrach und kapitulierte – endlich. Gleichzeitig lösten sich meine Beziehungen und Kontakte zu Freunden und anderen Menschen in Wohlgefallen auf.

Das war meine Eintrittskarte für Wolfsried und die 8 Wochen dort haben mein Leben verändert. Seitdem hat sich mein Umgang mit Zeit grundlegend gewandelt und sie ist mein Diener geworden und nicht ich ihr Sklave.

Dort hatte ich auf einmal Zeit in Hülle und Fülle und habe überlebt trotz Nichtstun und nichts leisten. Und ich bin vielen, vielen Menschen begegnet, die auch einfach da waren und Zeit hatten. Erstaunlicherweise konnte ich es direkt genießen und Energie tanken.

Doch von vorne. Es war schon ein krasser Wechsel von Dauerüberlastung zu entspanntem Sein im Hier und Jetzt. Zuerst habe ich in meinem alten Leben Tabula Rasa gemacht und all meine Jobs und Tätigkeiten aufgegeben. Auch meine Habseligkeiten habe ich entweder aussortiert und weggegeben oder verkauft, bis nur noch das Notwendige übrig blieb. Diesen Rest habe ich bei Freunden untergestellt und mein Zimmer in der WG aufgelöst. Jetzt konnte ich ohne Ballast in die Klinik fahren und fühlte mich frei.

Frei von Altem, Belastendem, frei für neue Impulse und Ideen

Meine Seele steht seitdem im Vordergrund und intuitiv lasse ich mich leiten von den Regungen meiner Seele. Dadurch ist mein Grundrhythmus langsamer geworden, d.h. ich orientiere mich mehr seelisch als vom Verstand her. Ich beziehe meine Intuition mit ein und habe so die linke und die rechte Hirnhälfte zur Verfügung.

Ich wäge ab, ob der neue Job dazu passt oder ob er mich raus bringt aus meiner Mitte. Genauso gestalte ich auch meine Wohnungssuche. Kann ich dort ganz ich selbst sein, wo ich die meiste Zeit meines Lebens verbringe? Stimmt die Energie und die Menschen, die dort wohnen?

Wir haben Zeit in Fülle, frei verfügbar und gestaltbar.

Mehrere Grundprinzipien haben mir dabei geholfen:

  1. Große Steine zuerst

Die wenigen Dinge und Tätigkeiten, die mir wichtig sind, lege ich terminlich zuerst fest. Die kleinen Dinge finden darum herum immer noch Platz.

Ausführliche Geschichte als pdf: Große Steine

  • Was sind Deine großen Steine?
  • Welche Bereiche Deines Lebens sind so wichtig, dass sie zuerst Zeit und Aufmerksamkeit bekommen sollten?

 

  1. Pareto-Prinzip

Der italienische Ökonom Vilfredo Pareto erkannte einen interessanten Zusammenhang zwischen Einsatz und Ergebnis.

  • 20 Prozent seiner Bohnen im Garten erzielten 80 Prozent des Ertrages.
  • 20 Prozent des Zeiteinsatzes bei irgendeiner Tätigkeit bringen 80 Prozent des Ergebnisses.
  • 20 Prozent des Teppichbodens sind zu 80 Prozent abgenutzt.
  • 20 Prozent der Kunden machen 80 Prozent des Umsatzes aus.

Konzentriere Dich also auf die effizienten 20 Prozent, die wirklich etwas bewirken und überlege bei den restlichen 80 Prozent, die du investierst, ob Du diese Zeit nicht für andere Dinge einsetzen willst.

  1. Parkinson’sches Gesetz

Wenn Du viel Zeit hast für ein Projekt oder eine Tätigkeit, wirst Du die Zeit damit ausfüllen. Wenn Du aber auf einmal, eine begrenzte Zeit hast, wirst Du es in der kürzeren Zeit schaffen. Z.B. musst Du einen Text schreiben und dieser muss jetzt in einer Stunde fertig sein. Du wirst es schaffen und der Text wird wahrscheinlich sogar besser sein, als wenn Du die geplanten 5 Stunden dafür Zeit gehabt hättest.

Rituale

Auf den Ehemaligentreffen höre ich immer wieder, dass es im Alltag nach der Klinik schwer ist, Fuß zu fassen. Sowohl emotional als auch beruflich.

Mir scheint, dass dies hauptsächlich an nicht weitergeführten Ritualen aus der Klinik liegt. Natürlich lässt sich das nicht 1 zu 1 übertragen und doch gibt es die Möglichkeit zu Hause die Woche ähnlich wie in der Klinik zu gestalten.

Beginne den Tag mit einer Meditation. Du findest einen ruhigen Ort und konzentrierst Dich auf Deinen Atem und gehst ganz auf im Hier und Jetzt. Oder Du liest aus Kraft zum Loslassen und meditierst über den Text. Oder Du meditierst über Dankbarkeit und Liebe.

Frühsport ist essentiell. Raus in die Natur, Walken, Joggen, Spazieren gehen. Schwimmen ist auch eine Möglichkeit. Und wenn möglich gemeinsam mit anderen und ohne Leistungsanspruch.

Das Komitee ist schwieriger zu ersetzen. Doch wie wäre es, gleichgesinnte Menschen zu finden, bei denen Du Dich ausdrücken kann und wo alle wertgeschätzt sind. Rufe selbst eine solche Gruppe ins Leben!

Eine Therapiegruppe oder auch jede andere Gruppe, wo es um Begegnung und Austausch geht eignet sich zum Bearbeiten tieferer Themen.

Es gibt in vielen Städten ein Angebot an Bondinggruppen.

In eine ähnliche Richtung gehen z.B. Bioenergetik, Kuschelgruppen, Contact Impro etc.

Lade andere zu Essen oder gemeinsamen Kochen ein. Verabrede Dich zum Essen in einem gemütlichen Restaurant. Es gibt so viele Möglichkeiten!

Erfolgstagebuch

Viele Erfolge gehen im Alltag unter und werden nicht wertgeschätzt und damit vergessen. Wir können uns unsere Erfolge aber auch zunutze machen und verstärken, indem wir jeden Tag 5 gelungene Dinge aufschreiben und dadurch wertschätzen.

Dies können Kleinigkeiten sein wie:

  • Ich habe der Verkäuferin beim Einkaufen in die Augen geschaut und sie angelächelt.
  • Ich habe den Müll endlich raus gebracht.
  • Ich habe meine Mutter angerufen.
  • Ich habe meinen Anrufbeantworter neu besprochen.
  • Ich habe mein Fahrrad geputzt.

oder größere Kleinigkeiten:

  • Ich habe mich mit Freunden zum Kochen verabredet.
  • Ich habe mich zum Pilateskurs angemeldet.
  • Ich bin heute Morgen Joggen gewesen.
  • Ich habe mit meinen Töchtern einen Ausflug an die See gemacht.
  • Ich habe einen Beitrag für diesen Blog geschrieben.

oder auch große und ganz große Erfolge!

 

Das tägliche Aufschreiben bewirkt eine Verstärkung und Wertschätzung der erfolgreichen Taten. Das hilft uns glücklicher und zufriedener zu sein. Und es zieht wieder neue Erfolge nach sich, denn wir wissen, dass wir diese wertschätzen und dadurch uns selbst mehr lieben.

  • Was sind Deine heutigen Erfolge?
  • Was ist Dir heute gut gelungen?

Schreib’s auf!

Wie bewegst Du Dich durchs Leben?

Damit wir uns als Menschen wohl fühlen und gesund sind und bleiben, ist Bewegung essentiell. Wir alle wissen das und doch fällt es vielen von uns schwer, sich regelmäßig – und damit meine ich täglich 😉 – zu bewegen.

Oft wird an dieser Stelle dem inneren Schweinehund die Schuld in die nicht vorhandenen Schuhe geschoben. Wie können wir uns mit diesem Wesen anfreunden und uns in Bewegung bringen?

Ein paar Ideen hierzu:

  • Eine Gewohnheit entstehen lassen und damit klein anfangen (z.B. täglich 10 Minuten).
  • Bewusstsein, dass neben dem inneren Schweinehund auch ein Motivator und ein Antreiber in Dir stecken. Wenn diese beiden genug Gründe haben, warum es wichtig ist, sich zu bewegen, wirst Du es tun.
  • Mit anderen gemeinsam in Bewegung kommen. Verabrede Dich zu zweit oder in einer Gruppe.

Unser Körper ist ein wunderbares Geschenk, das wertgeschätzt und gepflegt werden will. Das Geniale dabei ist, dass es unendlich viele Möglichkeiten gibt, dies zu tun. Noch schöner wird es, wenn wir uns gemeinsam mit einem Freund oder einer ganzen Gruppe bewegen. Das erhöht die Dynamik und macht mehr Spaß.

Vor der Klinik war ich ein Bewegungsjunkie. Ich bin Triathlon gelaufen und habe exzessiv Sport getrieben – oft mehrmals täglich. Gesund war das nicht und auch nicht befriedigend. Durch die Zeit in der Klinik ohne Sport und mit täglich etwas Bewegung beim Frühsport und Spazieren in der Natur, hat sich mein Bewusstsein verändert.

Ich habe seitdem Lust und Freude, mich zu bewegen und meinen Körper zu spüren, einfach weil es sich gut anfühlt, in Bewegung zu sein. Dabei ist der Leistungsgedanke komplett weggefallen, mir ist es egal, wie schnell ich eine bestimmte Strecke jogge oder mit dem Fahrrad fahre. Es ist mehr wie eine Meditation. Jeweils im Moment zu sein und mich, die Natur und das Leben zu genießen.

Gerade vor zwei Wochen habe ich in einer Akrobatik-Gruppe begonnen und treffe mich dort einmal pro Woche, um gemeinsam Kraft, Balance und Vertrauen zu üben. Das macht so viel Freude. Gleichzeitig komme ich in Kontakt mit gleich gesinnten Menschen, mit denen ich mich darüber hinaus verabreden kann.

Morgens nach dem Aufstehen fange ich mit etwas Gymnastik an oder mache die 5 Tibeter. Zwei-, dreimal in der Woche gehe ich danach joggen, am liebsten mit jemand zusammen.

Meditation 1

In der Klinik haben wir den Tag begonnen mit einer stillen Meditation, einem Text aus „Kraft zum Loslassen“ und dem gemeinsam gesprochenen:

„Gott, gebe mir die Gelassenheit,

Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.

den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann

und die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden.“

 

Anschließend noch einige Umarmungen der Nachbarn im Raum und los ging’s zum Frühsport.

Meditation ist das Thema dieses Beitrages.

Eine Grundlage für mein Wohlbefinden ist die tägliche Meditation.

Direkt nach dem Aufstehen gehe ich in die Stille und verbinde mich mit allem was ist. Ich werde eins mit der Welt und dem Ganzen. Ich fühle Dankbarkeit und Liebe und lasse sie durch mich hindurchfließen. Dazu sitze ich entspannt auf einem Stuhl, die Füße satt auf dem Boden, die Unterarme auf den Oberschenkeln und dann schließe ich die Augen und nehme einfach wahr, was ist. Ich atme und horche und lasse geschehen. Das lässt mich liebevoller und gelassener den Tag genießen.

 

Ein guter Start ist es, erstmal eine Entscheidung zu treffen, sich jeden Morgen für 10-15 Minuten hinzusetzen und zu meditieren. Es gibt hier kein richtig oder falsch. Du findest Deine Form. Am Anfang hilft es, sich z.B. auf den Atem zu konzentrieren oder ein Objekt anzuschauen (Kerze, Bild etc.). Oder Du gehst mit Deiner Aufmerksamkeit in ein bestimmtes Gefühl und lässt dieses Gefühl in Deinem Bewusstsein größer werden und Dich ganz davon ausfüllen.

Meditieren lernst Du durch meditieren.

Lass es nicht zu einem Kampf ausarten. Gedanken werden kommen und gehen und Du wirst den Augenblick ohne Gedanken nicht festhalten können.

Gehe ohne Erwartungen in die Meditation. Wertschätze alles was ist, wie es ist.

Und lasse los. Sei einfach da. In dieser Zeit der Stille gibt es kein Ziel, das Du erreichen musst. Es gibt kein besser. Du wirst nicht besser als jemand anderer meditieren, da geht es nicht drum.

Die Meditation ist eine Begegnung mit der Wirklichkeit ohne Erwartungen.       Das Wichtigste ist anzufangen und sich täglich diese Viertelstunde zu gönnen.

Viel Erfolg beim Sammeln Deiner Erfahrungen!

Herzlich Willkommen

Herzlich Willkommen!

In diesem Blog werde ich meine Erfahrungen aus der Zeit in der Hochgrat-Klinik im Sommer 2011 und danach beschreiben. Besonders wichtig sind mir die vielen Kleinigkeiten, die mir geholfen haben, wieder im Alltag anzukommen und wieder bei mir anzukommen. Was macht den Unterschied aus, dass es mir jetzt möglich ist, kreativ und lebendig mein Leben zu genießen?!

Und wie ist das bei Dir? Wie ist es Dir in der Klinik und nach der Klinik ergangen? Wie ist es Dir gelungen, wieder in Deine Kraft zu kommen? Was hat Dir geholfen? Was läuft noch nicht so gut? Wie könnte es besser klappen?

Ich freue mich auf regen Austausch und Teilen von euren Erfahrungen und Erlebnissen!