Eine Struktur der Woche erleichtert Deinen Alltag

Durch die vorgegebene Struktur in der Klinik konnte ich mich fallen lassen und musste mich nicht um die Essensvorbereitung kümmern, die Zeiten waren klar geregelt, wann was wo stattfand und mit wem ich dann beisammen war. Mir hat das geholfen, mich auf die wesentlichen Bereiche zu konzentrieren, wegen denen ich ja in der Klinik war: meine Beziehung zu mir selbst und zu anderen Menschen, meine Arbeitslust und –fähigkeit, meine Stimmungen und Gefühle.

  • Wie kann ich diese hilfreiche Struktur in den Alltag mitnehmen?
  • Welche Elemente unterstützen mich und welche passen nicht zu mir?

So wie die Meditation und der Frühsport am Anfang des Tages standen, beginne auch ich meinen Tag mit Meditation und danach Bewegung, Gymnastik. Das ist inzwischen zu einer wohltuenden Gewohnheit geworden.

Danach frühstücke ich in aller Ruhe und werde mir der Aufgaben für den Tag bewusst. Meist mache ich schon am Abend vorher eine Liste der Dinge, die mir einfallen, die ich erledigen möchte. Ich achte darauf, dass ich mir nicht zu viel vornehme und das höchstens ein großer Punkt dabei ist, der meine ganze Aufmerksamkeit erfordert. Mindestens eine schöne Begegnung mit Freunden sollte dabei sein, vielleicht ein paar Anrufe und eMails.

Dein Überblick fürs Wesentliche

Dieses Überblickverschaffen kann immer wieder neu wichtig sein und helfen, die wesentlichen Dinge zu tun und mich nicht zu verzetteln. Gleichzeitig zeigen sie mir meinen Erfolg an, ich kann abhaken und stolz auf mich sein, wenn ich Punkt für Punkt geschafft habe. Oder auch einsichtig, wenn ich merke, dass ich etwas jedes Mal wieder auf die Liste schreibe und trotzdem nicht erledige. Entweder gebe ich diese Sache dann auf oder ich hole mir die notwendige Unterstützung, damit ich Erfolg habe.

Wenn Entscheidungen anstehen, spüre ich genau nach, was mir gut tut und wohin es mich zieht. Dabei lasse ich meiner Intuition und meinem Herzen viel Raum neben der Überlegung mit dem Verstand. So habe ich mir in den letzten Jahren nach und nach eine Grundstruktur geschaffen, mit der ich mein Sosein wertschätze und nicht wie vorher ständig an meine Grenzen und darüber hinaus gehe.

Gute Gewohnheiten oder Veränderungen

Mein Grundeinkommen beziehe ich aus einer Pflegeassistenzstelle, bei der ich in Nachtbereitschaften und Tagdiensten kombiniert arbeite und dadurch immer wieder Zeiten habe, die mir frei zur Verfügung stehen. Und ich will und muss nicht 40 Stunden pro Woche arbeiten. Ich achte auf mich, dass ich in meiner Mitte bleiben kann und ich mich wohl fühle. Wenn sich dieses Grundgefühl ändert, ist das für mich ein Zeichen, dass Veränderung ansteht und ich eventuell in einem Bereich kürzer treten muss, um in Balance zu bleiben.

  • Wie müsste Dein Alltag aussehen, um Dich zu unterstützen und Dich selbst wertzuschätzen?
  • Wie kannst Du Deine Aufgaben organisieren?
  • Brauchst Du Unterstützung dabei? Wer könnte Dich unterstützen?
  • Welche Tätigkeiten solltest Du weglassen?
  • Was sollte zur Gewohnheit werden? Welche Rituale täten Dir gut?
  • Welche Menschen sind Dir wichtig und bereichern Dein Leben?

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